Baue Dein eigenes Filemaker Pro Entwicklungssystem

Wer als Filemaker Entwickler anfängt, wird vermutlich dieselben Fehler machen, die andere auch machen. Daran ist nichts falsch, und es hilft sogar dabei zu verstehen, auf was es wirklich ankommt. Man nennt dies «Erfahrung» und es ist ein zuverlässiger und bereichernder Weg, zu einem besseren Verständnis zu gelangen.

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Entwickler früher oder später nach einem System Ausschau halten. Dabei geht es nicht um bestimmte Konventionen, aber mehr um eine bestimmte Arbeitsweise. Man will wiederkehrende Aufgaben besser lösen, oder vielleicht einfach eine Startdatei zum Anfangen haben. Häufig gibt es mehrere Wege, die zu einer guten Lösung führen. Einige Wege sind aber effizienter als andere. Verbesserungen anzustreben heisst in der Regel, dass man bessere Ansätze verwendet und effizientere Methoden für bestimmte Herausforderungen findet, oder dass man allgemein den Arbeitsfluss verbessert.

FM Starter kann eine mögliche Variante sein, um schneller zum Ziel zu gelangen. Auch wenn die Lösung bei weitem nicht «perfekt» ist, löst sie doch eine Reihe von Herausforderungen womit sowohl ich selbst als auch andere jahrelang gerungen haben. Heute denke ich, dass FM Starter noch drastisch vereinfacht werden kann. Die Vereinfachung von Funktionen, von Abläufen, von Betrachtungsweisen ist vielleicht der grösste Wert, den man als Entwickler mitbringen kann. Die Bewältigung komplexer Aufgaben ist nämliche eine Sache, die Fähigkeit sie zu vereinfachen jedoch eine andere.

Ich habe grosse Bewunderung vor Entwicklern, die wirklich komplexe Aufgaben mit Bravour meistern. Komplexität ist manchmal vorgegeben, aber wenn etwas einfacher geht – weshalb dann nicht vereinfachen? Je besser man etwas versteht, desto leichter fällt es, den Arbeitsfluss oder die Programmierung zu vereinfachen. So kann eine Lösung oder System nicht nur erweitert, sondern auch tatsächlich verbessert werden. Arbeitsschritte können reduziert, vereinfacht und verkürzt werden. Zusammenhängende Abläufe werden vielleicht besser aus kleineren Teilen aufgebaut, oder – umgekehrt – vielleicht besser in einem einzigen Schritt erledigt. Wer es versteht komplexe Abläufe in einfacheren Schritten aufzuschlüsseln, hilft damit sich selbst und anderen, die Arbeit auch Jahre später nachzuvollziehen.

Wer ein System vor Augen hat, profitiert auf lange Sicht von einer möglichst einfachen Lösung. Konventionen und komplexe Regelwerke können nur wenige Menschen verarbeiten. Die Abgrenzung von einzelnen Abläufen schafft auf Dauer eine grosse Flexibilität – auch zur Verbesserung. «Reduce to the max» wäre hier die wegweisende Reduktion auf wenige gute Prinzipien, Arbeitsabläufe und Funktionen.

Beginnt man ein System aufzubauen, gilt es die eigene Arbeitsweise zu berücksichtigen. Haben Sie bewährte Vorgehensweisen? Oder suchen Sie nach neuen Möglichkeiten? Die aktuelle Lösungen werden mit Sicherheit künftig von noch besseren Lösungen abgelöst. Es spielt demnach keine wirkliche Rolle, womit man anfängt, solange man selbst zügig damit arbeiten kann. Bestimmte Ansätze werden sich bewähren, während andere mit der Zeit wieder verschwinden werden. Einige Anwender von FM Starter benutzen die Lösung wie sie ist, und bauen darauf auf. Andere wiederum benutzen FM Starter lediglich als Anregung, und implementieren diese oder jene Ideen in bereits bestehenden Lösungen. Es gibt hier kein Falsch oder Richtig. Pflanze einfach einzelne Bäume, und vielleicht hat man nach einigen Jahren einen eigenen Obstgarten.

Ein eigenes System

Hier einige Fragen zur Evaluation einer Starterlösung:
  • Was will ich vereinfachen?
  • Kann ich das selbst in nützlicher Frist?
  • Gibt es eine brauchbare Alternative, die mir den Weg verkürzt?
  • Was wäre am dringendsten zu realisieren?
  • Welche eigene Konzepte sind überholt und bedürfen einer Neuorientierung?
  • Wenn man die Prioritäten nach dem Grundsatz «Wichtiges vor Dringendes» einrichtet, was müsste man tun?
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